Der Energiedialog
2000 vollzieht sich als breit angelegter gesellschaftlicher Diskussionsprozeß,
der keine exklusive und enumerative Teilnehmerschaft hat. Vielmehr sind
alle gesellschaftlichen Kräfte aufgerufen, sich zu beteiligen.
Das Gesprächsangebot drückt sich u.a. darin aus, daß
seit Juni 1999 bis Juni 2000 zahlreiche öffentliche Veranstaltungen,
Konferenzen, Kongresse, Fachgespräche und Expertendialoge stattfinden
werden bzw. stattgefunden haben, die ihre Beiträge dazu leisten,
Leitlinien für eine zukünftige Energiepolitik zu formulieren.
Dabei ist nicht
entscheidend, daß diese Veranstaltungen sich explizit unter das
organisatorische Dach des Energiedialogs 2000 stellen, sondern daß
sie sich mit den hier thematisierten Perspektiven beschäftigen
und mit ihren Ergebnissen den öffentlichen Meinungsbildungs- und
den politischen Entscheidungsprozeß fördern.
Der Eigeninitiative
von interessierten gesellschaftlichen Gruppen, den "Energiedialog
2000" durch eigene Veranstaltungen aktiv mitzugestalten, sind keine
Grenzen gesetzt, diese Initiativen werden im Gegenteil ausdrücklich
begrüßt.
Herr Bundesminister
Dr. Müller hat Persönlichkeiten der Energiewirtschaft, der
Industrie, Parteien, Gewerkschaften, Umweltverbände und anderer
mit energiepolitischen Fragen befaßten relevanten gesellschaftlichen
Organisationen ad personam zu einer Steuerungsgruppe eingeladen, die
von ihm und dem Vorsitzenden des Kuratoriums des Forums für Zukunftsenergien,
Herrn Dr. Breuer, geleitet wird und die Ergebnisse des Energiedialogs
kondensieren wird.
Dieser Diskussionsprozeß
startete im Juni 1999 mit einer Auftaktveranstaltung in der Friedrich-Ebert-Stiftung
in Bonn und soll bis Juni 2000 dauern. Der Dialog soll die polarisierte
Debatte um energiepolitische Perspektiven überwinden und einen
Korridor beschreiben, auf den sich die Mehrheit der politischen Parteien,
der Gewerkschaften, der Unternehmen und der Umweltverbände verständigen
kann. Dabei geht es nicht um die Veränderung von Grundüberzeugungen,
sondern um pragmatische Lösungen mit dem Blick nach vorn. Und darum,
sich auf Kooperationsformen zwischen Politik und Wirtschaft zur Lösung
der Zukunftsaufgaben zu einigen.
Auf dem Hintergrund
der dann gefundenen Verabredungen beabsichtigt die Bundesregierung,
ihr Energiekonzept zu konkretisieren.
© Friedrich
Ebert Stiftung | Redaktion | November
1999